Kinder

Erlebnispuzzle zur Psychohygiene

Die Schüler*innen der Klasse 3b haben in den KoKoKo-Stunde Rückblick auf die der Covid19-Pandemie geschuldete Distanz-Lernzeit gehalten. Angelehnt an die gestaltpädagogische Methode „Erlebnisbaum“ wurden in einer Selbstreflexionsphase schriftlich auf verschiedenfärbigen Zetteln Erlebnisse gesammelt. Den Farben waren Emotionen zugeteilt und so entstand dann beim anschließenden Austausch ein Puzzle an Erfahrungen und Farben.

Die Anordnung passierte ohne Vorgaben und spontan. Die entstanden „Bilder“ zeigen, dass zusammengetragene Erlebnisse zum einen ein großes Ganzes und zum anderen ein interessantes (wenn auch abstraktes) Erfahrungswerk bilden.

Mit etwas Fantasie entdeckt man ein Herz oder einen Wolfskopf oder eine Schildkröte oder …?

Auf alle Fälle ist es wichtig, zu allen Zeiten, aber vor allem in besonderen Zeiten, miteinander im Gespräch zu bleiben und wertschätzend mit den Erlebnisberichten von anderen umzugehen. Das tut der Psyche gut und fördert Resilienz!

„Resilienz“ ist ein Begriff aus dem Methodencurriculum der 3. Klasse im Bereich der Selbstkompetenz und umfasst laut der Sozialpädagogin, Mediatorin, Trainerin und Autorin Monika Gruhl „alle Kräfte, die Menschen aktivieren, um das Leben in guten und schlechten Zeiten zu meistern.

Hier noch eine Zusammenfassung der zu den verschiedenen Emotionen jeweils am häufigsten genannten Punkte:

glücklich/zufrieden verunsichert verärgert/frustriert überrascht
  • Ich durfte mir das Arbeiten selbst einteilen und entwickelte eigene Tagesroutinen.
  • Mein Tagesbeginn war mit Ausschlafen, einem gemütlichen Frühstück und ohne Busfahren stressfrei.
  • Ich hatte viel „Quality-Time“ mit meiner Familie.
  • Ich hatte mehr Zeit für mich selbst, Sport und Fitness und meine Hobbies.
  • Eltern, Freunde und Lehrpersonen haben mir bei Problemen geholfen.
  • In verschiedenen Fächern gab es unterschiedliche Abgabemodi und Anforderungen.
  • Ich wusste nicht, wann und wie sich Lebensbereiche wie Schule, Sportverein, Urlaub und Treffen mit Freunden „normalisieren“.
  • Anrufe von fremden Telefonnummern, Kontrollen durch die Polizei, Lärm von Nachbarn, … konnte ich schwer einordnen.
  • Ich durfte Verwandte und Freunde für mehrere Wochen nicht treffen und musst mich an Regeln wie die Maskenpflicht halten.
  • Ich hatte Schwierigkeiten mit dem Umfang und der Vielfalt der verschiedenen Aufgabenstellungen.
  • Ich konnte nicht arbeiten, wenn die Technik nicht mitspielte.
  • Ich habe ausreichend und hohe digitale Kompetenz fürs Distanzlernen.
  • Ich schaffe Vieles / Alles in den verschiedenen Fächern allein – auch in Mathematik.
  • Ich habe mein Arbeiten selbst erfolgreich organisiert und hatte mehr Freizeit.
  • Dinge, die bisher für mich selbstverständlich waren, wurden etwas Besonderes.

 

Schuljahr: