Kinder

Rückblick Schulpraxis: Studierende an unserer Schule

Seit Mitte Oktober macht unsere Schule ihrem Namen wieder alle Ehre. Lehramts-Studierende des 5. Semesters sind  im ganzen Schulgebäude anzutreffen und beleben unseren Schulalltag auf gewohnte und auch auf neue Weise.

Die Umstellung der LehrerInnenausbildung impliziert, dass  sowohl die Studierenden als auch die PraxislehrerInnen viel Flexibilität und Gestaltungswillen in diese Ausbildungsphase mitbringen müssen. Vorbesprechungen, Hospitationen, Übungseinheiten, Teamgespräche und Teamunterricht, Reflexionsgespräche und auch Planungscoaching via E-mail stehen in diesen Wochen annähernd täglich am Programm.

Die nachkommende LehrerInnengeneration auszubilden, anzuleiten, wertschätzend zu kritisieren und zu coachen bleibt eine spannende und verantwortungsvolle Tätigkeit. In den meisten Fällen gelingt es den StudentInnen auch, sich im geschützten Rahmen der „Spielwiese Schulpraxis“ auszuprobieren und den gewählten Beruf auf Alltagstauglichkeit hin zu prüfen. Durch den Perspektivenwechsel vom Auszubildenden zur planenden, handelnden und anleitenden Lehrperson wird den Studierenden sehr unmittelbar die Ethik bewusst, die das Berufsbild „Lehrperson“ in sich birgt.

Nur selten ist ein Meister vom Himmel gefallen und es ist spannend zu beobachten, wie die Studierenden von Mal zu Mal mehr Terrain in der Klasse gewinnen und versuchen ihrer Lehraufgabe durch abwechslungsreiche Methoden und durch die Ausschöpfung aller Möglichkeiten, die das Team-Teaching mit sich bringt, gerecht zu werden: Methodenvielfalt, Nützen von Ressourcen, Diversität im Unterricht, Planungskompetenz, Fachsprache und Unterrichtssprache, SchülerInnenbeobachtung und Leistungsbewertung, Disziplin und Didaktik, die Aufgaben sind komplex und es sind viele. Unterrichtsplanung ist zeitaufwändig und will geübt werden, deshalb wäre es von Vorteil im Ausbildungsplan der Studierenden diese Praxiswochen von Seiten der Fachwissenschaften so gut als möglich frei zu stellen, um so der Schulpraxis die entsprechende Wertigkeit zu geben.

Immer wieder konnten wir in diesen Wochen Momente beobachten, in welchen die Studierenden über sich hinausgewachsen und ganz und gar im Klassenzimmer aufgegangen sind. Phasen in denen sie vergessen haben, dass der Praxislehrer Notizen machend im Hintergrund sitzt. Sequenzen in denen die StudentInnen sich vollkommen auf die Unterrichtssituation und die offene Begegnung mit den SchülerInnen einlassen konnten, kurz in denen sie wirklich Verantwortung übernommen haben und mit den Kindern in Beziehung getreten sind. Die folgende Bildergalerie bietet einen kleinen Einblick in die Schulpraxis: hier klicken

Intensive Wochen liegen hinter uns, denn auch auf studentischer Ebene passiert Lernen eben über „Beziehung“. Und das ist anstrengend. Und das ist schön.

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